Gewürz des Monats: Chili Birdeyes
Bei der Sorte Birdeyes handelt es sich um besonders scharfe Chilis der Gruppe Capsicum frutescens. Sie sind im reifen Zustand meist grün, orange oder rot. Sie wachsen in Afrika an bis zu 140cm hohen Pflanzen. Der Schärfegrad liegt bei über 100.000 Scoville-Einheiten, sodass Birdeyes zu den schärfsten Chili-Sorten der Welt zählen. Neben der Schärfe ist auch das Aroma der Birdeyes-Chilis sehr angenehm und passt hervorragend zu asiatischen Gerichten.
Chili ist eine Frucht, welche zur Gattung der Paprika, der Capsicum zählt. In Europa und in vielen anderen Ländern der Welt zählen die meisten Früchte der Art zur Capsicum annuum. Dabei handelt es sich um ein Nachtschattengewächs, welches eine Höhe von bis zu 150cm erreicht. Die Früchte wachsen hängend oder auch bei einigen Sorten nach oben wachsend an dem buschigen Halbstrauch.
Ursprünglich stammen die Paprika-Pflanzen aus Mittel- und Südamerika. Dabei wird vermutet, dass die Ursprünge der ersten Paprikapflanzen in Bolivien und Südbrasilien zu finden sind. Vögel sorgten dafür, dass sich die Pflanzen in Mittelamerika ausbreiten konnten. Die bekanntesten und meist genutzten Arten des Chili, die Capsicum annuum verbreitete sich vorwiegend von Kolumbien und Nordwestbrasilien aus. Kultiviert wurde die Sorte erstmals in Mexiko und Panama. Christoph Kolumbus war es schließlich Ende des 15. Jahrhunderts, welcher neben Kartoffeln auch Chili-Schoten nach Europa brachte. Allerdings hielt er die scharfen Chili-Schoten für Verwandte des Pfeffers, sodass sie auch heute noch oftmals als Spanischer Pfeffer bezeichnet werden. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich Chili schnell in vielen Ländern der Welt. Insbesondere in Indien und den USA wurden Chilis als würziges und scharfes Gewürz schnell beliebt, sodass allein in den USA mittlerweile mehr als 2.000 verschiedene würzige Soßen mit Chili erhältlich sind. Aber auch in Europa wird die würzige Pflanze aufgrund des scharfen und teils feurigen Geschmacks stetig beliebter.
Chilis können in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Mit Chilis lassen sich die unterschiedlichsten Speisen würzen. Allerdings sind Chilis nicht nur als schmackhaftes Würzmittel und Gemüse beliebt, sondern sie sind auch gesund. Die Wirkstoffe in den Chili-Schoten werden zum Beispiel gegen gesundheitliche Beschwerden wie gegen Migräne, zur Besserung von Kreislaufbeschwerden, gegen Gürtelrose, Zahnschmerzen, Hexenschuss und gegen viele weitere Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt.
Die Schärfe in den Chilis wird durch das beinhaltete Capsaicin erzeugt. Der Schärfegrad ist in den einzelnen Chili-Sorten und manches Mal auch den einzelnen Schoten je nach Standortbedingungen sehr unterschiedlich. Dabei gilt, je höher der Gehalt an Capsaicin ist, desto schärfer sind die Chilis. Der Schärfegrad der Chilis wird dabei häufig mit Scoville-Einheiten angegeben, einem Messwert für Schärfe. In Gemüse-Paprika ist hingegen kein oder nur ein sehr geringer Anteil an Capsaicin zu finden. Zu den milderen Chili-Sorten zählen dabei Sorten wie Ancho, NuMex Big Jim oder Mexi-Bell. Sehr scharf wird es mit Chili-Sorten wie Serrano, langen Cayenneschoten oder mit Chile de Arbol. Ein noch schärferes Geschmackserlebnis ist beim Verzehr von Sorten wie Habanero, Red Savina oder Afrikanischem Birdeye zu rechnen.